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Ein Familienidyll gerät aus den Fugen. Aus einem Halbbruder wird ein Geliebter und unversehens muss nicht die romantische Liebe, sondern ein Kriminalfall vertuscht werden. (DR) Die geschiedene Ellen wohnt mit ihrer Mutter Hildegard und ihrer Tochter Amalia in einer Gründerzeitvilla. Der nachbarliche Spott nennt die nicht ganz freiwillig rein weibliche WG Nonnenkloster, bis sich Amalia in den etwas unbeholfenen Uwe verliebt und eines Tages Gerd auftaucht, der behauptet, Ellens Halbbruder zu sein. Sicherheitshalber veranlasste Gentests lassen aber weitere, jahrzehntelang gehütete familiäre Geheimnisse zu Tage treten. Um sich besser kennen zu lernen, fährt Ellen mit ihrer Tochter und dem neuen Verwandten sowie dessen Frau auf eine Mittelmeerkreuzfahrt. Was aber die Liebe betrifft, wäre Verwandtschaft hinderlich, denkt sich Ellen und stürzt in ein amouröses Abenteuer mit Gerd. Aus der Romanze wird bald ein Kriminalfall mit unerwarteten Wendungen. Am Ende ist Ellen wieder mit Mutter und Tochter im Nonnenkloster allein - aber um viele Erfahrungen reicher. Auch dieser Roman der bekannten deutschen Schriftstellerin Ingrid Noll erzählt in heiterem, oft sarkastischem Ton vom schelmenhaften Handeln selbstbewusster Frauen und von der Freundschaft zwischen den Generationen. Er gefällt durch die tragikomische Wendung von der Romantik neu erwachter Liebe zum selbstsicheren Umgang mit den dunklen Seiten des neuen Geliebten. *bn* Wolfgang Moser |