Oskar und Lilli : Roman

Helfer, Monika, 2011
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Medienart Buch
ISBN 978-3-552-06168-2
Verfasser Helfer, Monika Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen und Novellen
Verlag Deuticke
Ort Wien
Jahr 2011
Umfang 250 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Monika Helfer
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Maria Schmuckermair;
Zwei Kinder, die in Pflegefamilien aufwachsen müssen, als lebendige Beispiele für Resilienz. (DR)

Die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner hat mit ihren jahrzehntelangen Studien an armen, vernachlässigten und misshandelten Kindern auf Hawaii die Resilienzforschung begründet, die untersucht, warum ein Drittel der unter desaströsen Bedingungen aufgewachsenen Kinder sich trotzdem zu selbstbewussten, fürsorglichen und leistungsfähigen Erwachsenen entwickelt. Der entscheidende Faktor dabei ist, dass zumindest eine liebevolle Bezugsperson sich um sie kümmert, und das muss nicht die Mutter oder der Vater sein.
Die Geschwister Oskar (7) und Lilli (9) werden mitten in der Nacht auf der Straße von einem Polizisten aufgegriffen, weil sie ihre Mama suchen. In den Pflegefamilien, zu denen die Fürsorge sie nun schickt, erfahren die Geschwister nicht die wünschenswerte Zuwendung. Lillis Pflegemutter Rut lässt ihren bettnässenden Schützling kaltblütig eine Woche allein in der Wohnung, um ihren neuen Freund auf einer Balkanreise zu begleiten. Oskar ist in einer überaus akkuraten, berechnenden und gefühlsarmen Lehrerfamilie gelandet. Aber dort findet er seine Stütze - die todkranke Großmutter Erika, mit der er sich innig anfreundet und zum Schluss ohne Worte verständigen kann. Er hilft ihr beim Sterben und erbt von ihr eine große Summe, sodass er seine Schwester holen und mit ihr und einem Lastwagenfahrer abhauen kann.
Bei seinem ersten Erscheinen 1994 hat Christina Repolust diesen Roman in den bn 5/1994 (S. 543) als "besonderes Buch" empfohlen und die "Ehrlichkeit in der Darstellung der Probleme" betont. Der Tonfall der Kinder, insbesondere der des starken Oskar, und ihr unverhüllter Blick auf die Problemfelder unserer Familien und der Gesellschaft überhaupt zeichnen das Buch aus. An Aktualität hat es in den 17 Jahren keinesfalls verloren.

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