Ich bin für mich : Der Wahlkampf der Tiere

Baltscheit, Martin, 2005
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Medienart Buch
ISBN 978-3-907588-66-6
Verfasser Baltscheit, Martin Wikipedia
Verfasser Schwarz, Christine Wikipedia
Beteiligte Personen Schwarz, Christine [Ill.] Wikipedia
Systematik JD - Bilderbücher
Systematik J1 - KJL bis 6 Jahre
Schlagworte Tiere, Bilderbuch, Politik, Wahlen, Demokratie
Verlag Bajazzo
Ort Zürich
Jahr 2005
Umfang [40] S. : Ill.
Altersbeschränkung keine
Auflage 1. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Martin Baltscheit ; Christine Schwarz
Annotation Polit-Satire im Bilderbuch (ab 5) Wenn auf Plakaten HÄNDE WEG vom RINDFLEISCH, oder Meine Wolle gehört mir zu lesen ist, dann handelt es sich nicht um eine neue Kampagne von Tierschützern. Andere Hinweise auf den Plakaten kommen der eigentlichen Bedeutung schon näher, wenngleich Verwechslungen vorprogrammiert sind. PDK ist nämlich keine Splittergruppe der PKK und F.F.P. nicht mit FPÖ zu verwechseln. Wer sich dennoch bei Slogans wie Länder ohne Grenzen, oder stubenrein und national an die in Österreich tobenden Wahlkämpfe erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch. Alle vier Jahre wählen die Tiere ihren König. Bis sich eine Maus demokratiebewusst als Gegenkandidat aufstellen lässt, hat das Prozedere eher die Atmosphäre eines Volksfestes. Nun haben kleine Veränderungen mitunter große Auswirkungen. So auch hier: Alle wollen plötzlich "mitspielen", jede Tiergruppe stellt ihre eigenen Kandidaten auf und propagiert ihre jeweiligen Forderungen. Die Ameise verlangt mehr Arbeit für alle und der Schäferhund tritt für Recht und Ordnung ein. Die naiv anmutenden, großflächigen Illustrationen beziehen ihre besondere Komik aus der Überzeichnung im doppelten Sinn. Die karikaturhafte Darstellung der Tiere gibt ihnen nur allzu menschliche Züge und unterstreicht Querverbindungen zu unseren Wahlkämpfern. Am Wahlabend braucht es keine Hochrechnungen. Jedes Tier hat eine Stimme bekommen, nur der bisherige König nicht, er hat sich der Stimme enthalten. Damit ist der Löwe abgewählt und alle anderen Kandidaten werden durch ihre Vertretergruppe inthronisiert. Naturgemäß kann das nicht gut gehen und nach zwei chaotischen Wochen brüllt der Löwe den sichtlich gezeichneten Tieren Neuwahlen! entgegen. Nun aber bricht die Geschichte - mit einem einzigen Bild - auf wunderbar ironische Art. Arbeitete der Text und kongruent auch die Bilder bis hier hin gekonnt und voller Witz mit Stereotypen und Klischees, so verhindert der erzählerische Bruch eine allzu einfache Rezeption. Bei der Neuwahl gibt es nur einen Kandidaten und der ist - das sei verraten - ein guter Fang. *ag* Nicole Kalteis

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